Seiwert Blog

USTID-Prüfung in myfactory automatisiert

Der Amtsschimmel wiehert auch durch die myfactory. Wie denn? – Die Umsatzsteueridentifikationsnummernprüfung ist in myfactory in der Verkaufsschnellerfassung wirklich nur einen Mausklick entfernt – sogar Massenprüfungen können mit einem Mausklick ausgelöst werden. Und das Prüfungsergebnis fließt sofort in die myfactory zurück. Das ist wunsch- und zeitgemäß.

Ab dem ServicePack 445 zur Version 5.1 bietet Ihnen die myfactory-Software eine komfortable Möglichkeit diese Prüfung durchzuführen. Sie können entweder direkt aus dem Kundenstamm (und auch Lieferantenstamm) eine Einzelabfrage durchführen oder per Assistent eine Sammelabfrage zum Bundeszentralamt für Steuern schicken. Zunächst wird dabei die eingetragene Ust.ID-Nummer auf formale Gültigkeit geprüft, anschließend die einfache und qualifizierte Bestätigungsanforderung and das BZSt gesendet. Das Ergebnis erhalten Sie unmittelbar angezeigt und können direkt reagieren.

Doch etwa eine Woche später flattern Briefe des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) in die Büros, die ja schon seit zwei Jahrzehnten papierlos sein möchten. Es sind Listen, in denen die zuvor online übermittelten Ergebnisse in gedruckter Form nachgereicht werden, damit sie auch als Urkunde vor Gericht verwendet werden können.

Denn als Beweis gilt in Deutschland nach wie vor ausschließlich das (Internet ist Neuland – fragt sich nur, für wen), was schwarz auf weiß gedruckt vorliegt und – sozusagen – aktentauglich ist. „Quod non est in actis, non est in mundo“ – was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt. Aus diesem Grund kann der Listenversand auch nicht abbestellt werden.

Auf Anfrage teilte mir gestern der kompetente Ansprechpartner im Bundeszentralamt für Steuern mit, dass dieser Ablauf zur Zeit nicht änderbar sei. Eine Übermittlung der Daten z. B. als XML-Datei sei zur Zeit nicht möglich. Myfactory-Anwender, welche die USTID-Prüfung nutzen, seien auf diesem Wege gewarnt: Pro Prüfungstag wird in Saarlouis eine Liste mit Anschreiben (ggf. werden also für eine Prüfung mindestens zwei Seiten) erzeugt. Damit bekommt der Amtsschimmel auf jeden Fall immer genügend Hafer.

Moritz Feierabend

Projektleiter der Seiwert GmbH